MDESIGN Seminar

Federberechnung neu gedacht – Perspektive durch FKM-Richtlinie

Sie müssen eine technische Feder auslegen und möchten sicherstellen,
dass sie die Anforderungen erfüllt? Die neue FKM-Richtlinie für Federn und
Federelemente ermöglicht einen individuellen Ermüdungsfestigkeitsnachweis –
abhängig von Geometrie, Werkstoff, Herstellung und Belastung.
Damit bietet sie eine nachvollziehbare und sichere Alternative zur
herkömmlichen Auslegung über Goodman-Diagramme.

Dieses Seminar ist unabhängig von der MDESIGN-Software.
Eine Installation oder Nutzung der Software ist nicht erforderlich.

Diese Themen erwarten Sie…

Durch Grundlagen Lebensdauer sichern

Ein fundierter Einstieg in die Grundlagen der Betriebsfestigkeit zeigt, wie verschiedene Einflüsse die Schwingfestigkeit von Bauteilen und auch Federn bestimmen – und damit ihre Festigkeit im Einsatz.

Schraubendruckfeder im Fokus

Wie werden die vorhandenen Spannungen normgerecht berechnet und welche Einflüsse ergeben sich aus Geometrie, Material, Rauheit und Schwingspielzahl auf die zulässigen Spannungen?

Schenkelfeder – Normalspannungen bewerten

Am Beispiel Schenkelfeder werden Normalspannungen nach EN 13906-3 berechnet und bruchkritische Bereiche bewertet – für eine zuverlässige Einschätzung der Festigkeit.

Federelemente richtig bewerten

Treten Torsion oder Biegung auf, helfen mechanische Ansätze, die Spannungen zu berechnen. So lassen sich Einflüsse auf die Schwingfestigkeit und der Auslastungsgrad zuverlässig bestimmen.

Zielsetzung des Seminars

Federn FKM
  • Grundlagen zur FKM-Richtlinie Federn kennen
    Struktur und Ziel der Richtlinie im Hinblick auf Federn
  • Neue Berechnungsansätze verstehen
    Unterschiede zur klassischen Dimensionierung und deren Vorteile
    für die Praxis
  • Sicherheit und Lebensdauer bewerten
    Methoden zur Ermittlung von Spannungen, Auslastungsgraden
    und Sicherheitskonzepten
  • Federspezifische Besonderheiten berücksichtigen
    Einfluss von Werkstoff, Oberfläche, Mittelspannung und Schwingbeanspruchung
  • Praktische Anwendung trainieren
    Berechnungen anhand von Beispielen und Übungen
    machen die Umsetzung im Alltag greifbar
Federn/FKM

Inhalte & Details

   Grundlagen der Betriebsfestigkeit &
   Einflüsse auf die Schwingfestigkeit von Federn
  • Belastungen, Beanspruchungen, Spannungen
  • Federarten und deren Beanspruchung
  • Vorhandene Spannungen allgemein und in Federelementen
  • Einflüsse auf die ertragbare Spannungsamplitude
    (Materialkennwerten, Gefüge, chem. Zusammensetzung, Bauteilgeometrie, Oberflächenrauheit, Eigenspannungen, Mittelspannung, Schwingspielzahl)
  • Prinzip der lokalen Dauerfestigkeit
  • Dauerfestigkeitsschaubilder (Goodman-Diagramm, Haigh-Diagramm)
  • Grundlagen der Schadensakkumulationsrechnung
   Beispiel Schraubendruckfeder
   – Schubspannungen
  • Allg. Ablauf der FKM-Richtlinie Federn (Schubspannungen)
  • Berechnung der vorhandenen Spannungen nach EN13906-1 unter
  • Berücksichtigung zulässiger Abweichungen nach DIN 15800 und EN 10270
  • Erklärung der federspezifischen Besonderheiten einer Schraubendruckfeder im Hinblick auf die zyklische Festigkeit:
    • Materialveränderung durch Wärmebehandlung und deren Berücksichtigung
    • Stützzahlkonzept, Berechnung der hoch beanspruchten Oberfläche einer Schraubendruckfeder, Grundlagen für statistische Stützzahl
    • Berücksichtigung von Oberflächenrauheiten
    • Einflüsse der Mittelspannung auf die ertragbare Spannungsamplitude (Unterscheidung gestrahlte und nicht gestrahlte Federn, mit Rechenbeispiel)
    • Schwingfestigkeitssteigernder Effekt des Kugelstrahlens (Berücksichtigung durch Offset-Wert oder Prinzip der Mittelspannungsverschiebung)
    • Einflüsse der Schwingspielzahl auf ertragbare Spannungsamplituden (mit Rechenbeispiel)
  • Erklärungen zu Grundlagen des zweistufigen Sicherheitskonzeptes (Sicherheitsfaktor für Vertrauensniveau, Sicherheitsfaktor für höhere Überlebenswahrscheinlichkeit)
  • Bewertung des Auslastungsgrades als Ergebnis des Rechengangs
   Beispiel einer Schenkelfeder
   – Normalspannungen
  • Allg. Ablauf der FKM-Richtlinie Federn (Normalspannungen)
  • Berechnung der vorhandenen Spannungen nach EN13906-3 abhängig von Betätigungsrichtung
  • Erklärung der federspezifischen Besonderheiten einer Schenkelfeder im Hinblick auf die zyklische Festigkeit
    • Betrachtungen zu bruchkritischen Bereichen einer Schenkelfeder
    • Stützzahlkonzept, Berechnung der hoch beanspruchten Oberfläche einer Schenkelfeder, Grundlagen für statistische Stützzahl
    • Weitere Einflüsse werden in Anlehnung an Teil 2 betrachtet
  • Ähnlich Teil 2 mit Unterschied der Spannungsart (Normalspannungen)
  • Unterschiede zu Sicherheitskonzept bei Schraubendruckfedern
  • Bewertung des Auslastungsgrades als Ergebnis des Rechengangs
   Federelemente – Was tun, wenn bei einem Federelement
   Torsion oder Biegung vorliegt?
  • Berechnung der vorhandenen Spannungen, Allgemeine Ansätze aus der technischen Mechanik
  • Definition der hoch beanspruchten Oberfläche zur Abschätzung der statistischen Stützzahl
  • Berechnung des jeweiligen Auslastungsgrades und Bewertung
   Vorgehen bei kombinierter synchroner Beanspruchung
   (Schubspannungen & Normalspannungen)
  • Betrachtungen zu verschiedenen möglichen Wegen
  • Bewertung des Auslastungsgrades

Ihr Referent

Dr.-Ing. René Reich

  • Mitglied der Forschungsgruppe Draht und Federn an der Technischen Universität Ilmenau
  • Projektleiter, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrkraft für besondere Aufgaben
  • Langjährig erfahrener Seminarleiter für führende federherstellende Unternehmen im Inn- und Ausland
  • Promotion auf dem Gebiet zyklisch beanspruchter Federn
  • Maschinenbaustudium an der Technischen Universität Ilmenau

 

Zielgruppe

Ingenieure und Fachkräfte aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion und Berechnung.

 

 

Seminar-Termine

04. – 05. Dezember 2025:   9.00 — 13.00 Uhr
11. – 12. Dezember 2025:     9.00 — 13.00 Uhr

 

Seminar-Preise

 

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Alle Preise zzgl. MwSt.

 

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