MDESIGN Seminar
Federberechnung neu gedacht – Perspektive durch FKM-Richtlinie
Sie müssen eine technische Feder auslegen und möchten sicherstellen,
dass sie die Anforderungen erfüllt? Die neue FKM-Richtlinie für Federn und
Federelemente ermöglicht einen individuellen Ermüdungsfestigkeitsnachweis –
abhängig von Geometrie, Werkstoff, Herstellung und Belastung.
Damit bietet sie eine nachvollziehbare und sichere Alternative zur
herkömmlichen Auslegung über Goodman-Diagramme.
Dieses Seminar ist unabhängig von der MDESIGN-Software.
Eine Installation oder Nutzung der Software ist nicht erforderlich.
Diese Themen erwarten Sie…
Inhalte & Details
Grundlagen der Betriebsfestigkeit &
Einflüsse auf die Schwingfestigkeit von Federn
- Belastungen, Beanspruchungen, Spannungen
- Federarten und deren Beanspruchung
- Vorhandene Spannungen allgemein und in Federelementen
- Einflüsse auf die ertragbare Spannungsamplitude
(Materialkennwerten, Gefüge, chem. Zusammensetzung, Bauteilgeometrie, Oberflächenrauheit, Eigenspannungen, Mittelspannung, Schwingspielzahl) - Prinzip der lokalen Dauerfestigkeit
- Dauerfestigkeitsschaubilder (Goodman-Diagramm, Haigh-Diagramm)
- Grundlagen der Schadensakkumulationsrechnung
Beispiel Schraubendruckfeder
– Schubspannungen
- Allg. Ablauf der FKM-Richtlinie Federn (Schubspannungen)
- Berechnung der vorhandenen Spannungen nach EN13906-1 unter
- Berücksichtigung zulässiger Abweichungen nach DIN 15800 und EN 10270
- Erklärung der federspezifischen Besonderheiten einer Schraubendruckfeder im Hinblick auf die zyklische Festigkeit:
- Materialveränderung durch Wärmebehandlung und deren Berücksichtigung
- Stützzahlkonzept, Berechnung der hoch beanspruchten Oberfläche einer Schraubendruckfeder, Grundlagen für statistische Stützzahl
- Berücksichtigung von Oberflächenrauheiten
- Einflüsse der Mittelspannung auf die ertragbare Spannungsamplitude (Unterscheidung gestrahlte und nicht gestrahlte Federn, mit Rechenbeispiel)
- Schwingfestigkeitssteigernder Effekt des Kugelstrahlens (Berücksichtigung durch Offset-Wert oder Prinzip der Mittelspannungsverschiebung)
- Einflüsse der Schwingspielzahl auf ertragbare Spannungsamplituden (mit Rechenbeispiel)
- Erklärungen zu Grundlagen des zweistufigen Sicherheitskonzeptes (Sicherheitsfaktor für Vertrauensniveau, Sicherheitsfaktor für höhere Überlebenswahrscheinlichkeit)
- Bewertung des Auslastungsgrades als Ergebnis des Rechengangs
Beispiel einer Schenkelfeder
– Normalspannungen
- Allg. Ablauf der FKM-Richtlinie Federn (Normalspannungen)
- Berechnung der vorhandenen Spannungen nach EN13906-3 abhängig von Betätigungsrichtung
- Erklärung der federspezifischen Besonderheiten einer Schenkelfeder im Hinblick auf die zyklische Festigkeit
- Betrachtungen zu bruchkritischen Bereichen einer Schenkelfeder
- Stützzahlkonzept, Berechnung der hoch beanspruchten Oberfläche einer Schenkelfeder, Grundlagen für statistische Stützzahl
- Weitere Einflüsse werden in Anlehnung an Teil 2 betrachtet
- Ähnlich Teil 2 mit Unterschied der Spannungsart (Normalspannungen)
- Unterschiede zu Sicherheitskonzept bei Schraubendruckfedern
- Bewertung des Auslastungsgrades als Ergebnis des Rechengangs
Federelemente – Was tun, wenn bei einem Federelement
Torsion oder Biegung vorliegt?
- Berechnung der vorhandenen Spannungen, Allgemeine Ansätze aus der technischen Mechanik
- Definition der hoch beanspruchten Oberfläche zur Abschätzung der statistischen Stützzahl
- Berechnung des jeweiligen Auslastungsgrades und Bewertung
Vorgehen bei kombinierter synchroner Beanspruchung
(Schubspannungen & Normalspannungen)
- Betrachtungen zu verschiedenen möglichen Wegen
- Bewertung des Auslastungsgrades
Ihr Referent
Dr.-Ing. René Reich
- Mitglied der Forschungsgruppe Draht und Federn an der Technischen Universität Ilmenau
- Projektleiter, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrkraft für besondere Aufgaben
- Langjährig erfahrener Seminarleiter für führende federherstellende Unternehmen im Inn- und Ausland
- Promotion auf dem Gebiet zyklisch beanspruchter Federn
- Maschinenbaustudium an der Technischen Universität Ilmenau
Zielgruppe
Ingenieure und Fachkräfte aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion und Berechnung.
Seminar-Termine
04. – 05. Dezember 2025: 9.00 — 13.00 Uhr
11. – 12. Dezember 2025: 9.00 — 13.00 Uhr
Seminar-Preise

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